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Vertriebskanäle
Premium-Kosmetik - 30 Mitarbeiter

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Die meisten weclapp-Partner kommen aus dem Kaufmännischen: Sie richten das ERP ein und rechnen ab. Provitex bringt zusammen, wofür sonst mehrere Dienstleister nötig sind — E-Commerce, Pimcore und Online-Marketing. In dieser Kombination sind wir unter den weclapp-Partnern allein.
Für Sommairé Beauté bedeutete das einen einzigen Ansprechpartner: für die ERP-Anbindung, die beiden Storefronts, die Produktdaten und die Kanäle dahinter. Keine Übergaben zwischen Agenturen, keine Lücken zwischen den Gewerken.
Das Projekt

Sommairé Beauté führt eine kuratierte Auswahl exklusiver Kosmetikmarken im Premiumsegment: Nischendüfte, Haut-, Körper- und Zahnpflege, mit Namen wie Filorga, Omorovicza, Frapin oder Marvis. Verkauft wird im DACH-Raum, das Sortiment umfasst rund 1.300 Artikel aus 13 Marken.
Verkauft wurde bisher ausschließlich über den Außendienst, an Geschäftskunden. Die gesamte kaufmännische Abwicklung lief von Hand: Aufträge, Preise, Konditionen, Rechnungen. Zwei Arbeitskräfte waren allein damit beschäftigt. Einen digitalen Vertriebskanal gab es nicht, eine zentrale Datenbasis ebenso wenig.
Die Herausforderung: Ein Onlineshop sollte einen digitalen Vertriebskanal schaffen, die Handarbeit beenden und eine zweite Zielgruppe erschließen: Privatkunden. B2C-Kunden sehen im Shop feste Endkundenpreise. Im B2B dagegen hat jeder Geschäftskunde üblicherweise eigene Konditionen; Nettopreise und Rabatte werden pro Kunde vergeben. Der Shop musste genau diese Werte in Echtzeit zeigen, für jeden angemeldeten Kunden anders, und jede Bestellung zurück ins ERP übermitteln, ohne dass jemand sie von Hand abtippt. weclapp bringt dafür eine Standard-Schnittstelle mit. Sie deckt einen Teil dieser Wege ab, aber nicht die kundenindividuelle Preislogik in Echtzeit. Für die brauchte es eine eigene Lösung.

Die Lösung:
weclapp
weclapp wurde als führende Quelle für alle kaufmännischen Prozesse definiert: Aufträge, Preise, Konditionen, Rechnungen und Lagerbestände entstehen dort und gelten überall. Der Austausch mit dem Shop läuft seitdem größtenteils über die Standard-Schnittstelle — Bestellungen laufen automatisch ins ERP, Lagerstände und Preise von dort in den Shop. Für die Berechnung kundenindividueller Preise in Echtzeit im B2B-Shop haben wir eine eigene Schnittstelle entwickelt. Sie greift im Moment des Aufrufs auf weclapp zu und liest die dort pro Kunde vergebene Kondition. So sieht jeder Geschäftskunde seinen Preis, ohne dass ihn jemand von Hand pflegen muss.
Pimcore
Während weclapp die Hoheit über Preise und Lagerbestände hat, verantwortet Pimcore alle Daten, die zum Produkt selbst gehören: Texte, Bilder, Eigenschaften, Angaben zu Inhaltsstoffen, Zolldatenblätter und mehr. Die Stammdaten entstehen einmal in weclapp und werden in Pimcore mit allem angereichert, was die Verkaufskanäle brauchen, und von dort in die Shops veröffentlicht. Damit die Pflege im Alltag einfach bleibt, haben wir in Pimcore einen eigenen Artikel-Export erstellt. Die Mitarbeiter von Sommairé Beauté exportieren die Artikel, bearbeiten sie und importieren sie zurück. Die Änderungen gleichen sich anschließend in allen Zielsystemen ab bis hin zu den Daten beim Fulfillment-Dienstleister.
Projektablauf
Das Projekt erstreckte sich über rund ein Jahr und bestand aus mehreren Aufgaben. Die Anbindung entstand nicht in einem Zug, sondern in aufeinander aufbauenden Schritten von der Standard-Schnittstelle bis zur kundenindividuellen Preislogik im Shop.
Schritt 01
Systemanalyse und Prüfung der Standard-Schnittstelle: Welche Prozesse deckt weclapp ab, wofür braucht es eine eigene Lösung. Aufnahme des kaufmännischen Datenmodells (Aufträge, Preise, Konditionen, Lager) und der B2B-Konditionslogik.
Schritt 02
Anbindung über die Standard-Schnittstelle: Auftragsfluss, Bestandsabgleich, Zahlungsabwicklung. Dazu die eigenentwickelte Schnittstelle für die kundenindividuelle Preis- und Konditionslogik in Echtzeit.
Schritt 03
Prüfung von Preisen, Konditionen und Bestell-Rückfluss ins ERP, B2B-Freischaltung, Testbestellungen, Go-live.
Ergebnisse
Der eigentliche Nutzen liegt im kaufmännischen Rückgrat. Aufträge, Preise, Konditionen und Rechnungen für Geschäfts- und Privatkunden werden an einer Stelle statt in getrennten Systemen erfasst. Das spart den Aufwand und nimmt die häufigste Fehlerquelle heraus. Neue Kanäle docken an dieselbe Zentrale an: Amazon kam später dazu, ohne zusätzlichen Pflegeaufwand. Und weil dort abgerechnet wird, wo auch die Bestellungen liegen, hat der Vertrieb den kaufmännischen Stand jederzeit an einem Ort.


Eingesetze Technologien

Hauseigenes managed Hosting bei Provitex.
Unser Vertrieb lief über den Außendienst, die Produktdaten pflegten wir von Hand. Das kostete Zeit, und durch die Fehler kannten wir unsere Lagerbestände oft nicht genau. Heute pflegen wir die Daten an einer Stelle und wissen, was verfügbar ist. Wichtiger als die Technik dahinter ist für mich, dass sie im Alltag einfach funktioniert.
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